Zurich ohne Führungsspitze

Zurich: esce Eduard Thometzek
Der vor allem in Europa und den USA aktive Schweizer Versicherungskonzern Zurich trennt sich von seinem Deutschlandchef Eduard Thometzek. Der 62jährige Manager verlässt überraschend Ende Dezember das Unternehmen. Entsprechende FTD-Informationen bestätigte der Konzern. Einen Nachfolger hat der Konzern nach Informationen aus Konzernkreisen noch nicht gefunden. Vorübergehend soll Vorstand Axel Schmitz die Leitung übernehmen.
Thometzek leitete die deutschen Zurich-Töchter seit 2003 und hatte wesentlichen Anteil an der Integration des von der Deutschen Bank übernommenen Versicherers Deutscher Herold in die Zurich-Gruppe.
Das Unternehmen hat 2010 seine gesamten Schaden- und Unfallversicherer in der EU in einer irischen Gesellschaft zusammengefasst, in Deutschland und den anderen Märkten agieren nur noch Niederlassungen. Damit spart Zurich erheblich Eigenkapital. In der Lebensversicherung hat die Gruppe diesen Schritt bislang nicht vollzogen.
Auch der Aufsichtsratsvorsitz bei den deutschen Zurich-Töchtern wird demnächst wechseln. Denn Finanzchef Dieter Wemmer – der bislang als Regionalverantwortlicher auch an der Spitze des Gremiums saß – verlässt den Konzern Ende des Jahres. Seit Oktober 2011 ist Pierre Wauthier neuer Finanzchef. Die Regionalverantwortung für Deutschland liegt jetzt bei Axel Lehmann – der vor Thometzek Deutschlandchef war.