Swiss Re muss sich neuen Konzernchef suchen

Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re muss sich einen neuen Konzernchef suchen. Vorstandschef Stefan Lippe kündigte an, im Laufe des kommenden Jahres vorzeitig in den Ruhestand gehen zu wollen. “Wir werden die Nachfolgeregelung umgehend einleiten und eine geordnete Übergabe sicherstellen”, sagte Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz am Montag laut Mitteilung. Lippe war fast drei Jahrzehnte bei Swiss Re und leitete das Unternehmen seit 2009 als Vorstandschef.
“Nachdem der Turnaround nun geschafft ist, beginnt für Swiss Re mit ihrer neuen Struktur und überarbeiteten Strategie auch eine neue Ära”, sagte der scheidende Vorstandschef Lippe. Er habe diesen Zeitpunkt gewählt, um den Verwaltungsrat frühzeitig zu informieren, dass er vorzeitig in Ruhestand treten wolle. “Dies sollte einen reibungslosen Übergang ermöglichen.”
Zuletzt hatte Swiss Re einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Der Überschuss legte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 618 Mio. Dollar auf gut 1,3 Mrd. Dollar (948 Mio. Euro) zu. Swiss Re ist der wichtigste Konkurrent der Munich Re.