Freizeit-Kicker müssen sich versichern wie die Profis

Wenn an diesem Wochenende die Erste Bundesliga in ihre 50. Saison startet, könnte es für einige Fußballprofis ihr letzter Auftritt sein. Nach den Erfahrungen von Versicherern verletzen sich in jeder Saison mindestens zwei bis drei Spieler so schwer, dass sie die Fußballschuhe an den Nagel hängen müssen – wie der frühere Nationalspieler Matthias Sammer, den eine langwierige Knieverletzung zur Aufgabe zwang, oder Sebastian Deisler, der aufgrund zahlreicher Verletzungen und einer Depressionserkrankung mit 27 Jahren seine Karriere beendete. Wie jeder Angestellte müssen Fußballprofis das Risiko, ihren Beruf nicht mehr ausüben zu können, selbst absichern. Bei ihnen heißt das Sportlerinvaliditätsversicherung.
Ob Profifußballer oder Freizeitkicker: Wer sich auf dem Rasen schwer verletzt, bekommt vom Arbeitgeber 43 Tage das Gehalt weiter. Danach zahlt die gesetzliche Krankenversicherung Lohnersatz, maximal rund 2600 Euro monatlich für 72 Wochen. Hat sich der Berufsfußballer beim Spiel oder Training verletzt, ist das ein Fall für die Berufsgenossenschaft – das ist bei Hobbykickern nur der Fall, wenn sie im Betrieb Fußball spielen. Auch hier ist die Leistung begrenzt, und zwar auf maximal 5600 Euro monatlich, ebenfalls für höchstens 72 Wochen. Bei einer dauerhaften Behinderung gibt es von der Berufsgenossenschaft eine Rente.