Generali verkauft Schweizer Bank-Tochter BSI

Der italienische Allianz-Rivale Generali verkauft seine Schweizer Bank-Tochter. Die auf besonders vermögende Kunden spezialisierte BSI werde für 1,5 Milliarden Franken (1,23 Milliarden Euro) an die brasilianische Investmentbank BTG Pactual abgegeben, teilte Generali am Montag mit. Vom Kaufpreis würden 1,2 Milliarden Franken in bar fließen, der Rest werde in BTG-Aktien beglichen.

Generali hatte das defizitäre Institut aus dem Tessin 1998 für 1,9 Milliarden Franken erworben – und jetzt auf einen ähnlichen Preis gehofft. Dieser war aber nicht zu erzielen, mehr als zwei Jahre wurde nach einem Käufer gesucht. Für den Versicherer ist der Deal daher nicht besonders lukrativ. Die Transaktion wirke sich in den Büchern mit einem Minus von rund 100 Millionen Euro aus.

BTG baut mit der Akquisition sein Geschäft mit vermögenden Kunden aus und sichert sich eine Präsenz im wichtigen Schweizer Markt. Generali hat dagegen seit der Finanzkrise zahlreiche Beteiligungen abgestoßen, um die Kapitaldecke aufzubessern. Der jetzige Deal muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden und soll im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen sein.