Naturkatastrophen bescheren Münchener Rück tiefrote Zahlen

Milliardenlasten nach dem Erdbeben in Japan haben der Münchener Rück im ersten Quartal 2011 den höchsten Verlust aller Versicherer beschert. Der weltgrößte Rückversicherer teilte mit, der Nettoverlust habe sich von Januar bis März auf 947 Mio. Euro summiert, nach einem Gewinn von 482 Mio. im Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit einem Fehlbetrag von 1,06 Mrd. Euro gerechnet.

Allein das verheerende Erdbeben in Japan im März und der dadurch ausgelöste Tsunami kosteten den Dax-Konzern 1,5 Mrd. Euro. Zusammen mit anderen Großschäden wie dem Erdbeben in Neuseeland sowie Stürmen und Überschwemmungen in Australien summierten sich die Naturkatastrophen-Lasten auf 2,7 Mrd. Euro – ein extrem hoher Wert für ein Quartal. Die Münchener Rück hatte deswegen schon ihre Gewinnprognose für 2011 von 2,4 Mrd. Euro zurückgezogen und das Aktienrückkaufprogramm aus Eis gelegt. Im Gesamtjahr will das Unternehmen aber dennoch einen Gewinn schaffen, wie der Vorstand nun mitteilte.