Hamburg-Mannheimer setzt Sexparty von der Steuer ab

Die Kosten der Sexparty für erfolgreiche Versicherungsvertreter der Hamburg-Mannheimer sind von der Steuer abgesetzt worden. Die Summe von 83.000 Euro habe die Versicherung vollständig steuerlich geltend gemacht, bestätigte eine Sprecherin des Mutterkonzerns Ergo einen Bericht der “Welt am Sonntag”. Dadurch seien Gewinn und Steuerlast vermindert worden. Es sei eine “normale Veranstaltung” gewesen und dementsprechend als Betriebsausgaben abgesetzt worden.
“Die Rechnung ist in voller Höhe als Betriebsausgabe behandelt worden”, sagte ein Ergo-Sprecher der “WamS”. “Nach unseren bisherigen Prüfungen war das steuerrechtlich in Ordnung. Wir prüfen jedoch weiter, ob man eine andere Beurteilung vornehmen kann und wie wir die Angelegenheit bereinigen können.”
Mitte Mai war bekanntgeworden, dass die mittlerweile zum Ergo-Konzern gehörende Hamburg-Mannheimer 2007 für ihre 100 besten Vertreter eine Sexparty mit 20 Prostituierten in den historischen Gellert-Thermen in Budapest organisiert hatte. Teilnehmer berichteten dem “Handelsblatt”, die attraktivsten Frauen mit weißen Bändchen seien für den Vorstand und die allerbesten Vertriebler reserviert gewesen.