Generali Deutschland steigert Gewinn

Die deutsche Tochter des italienischen Generali-Konzerns hat in den ersten drei Monaten des Jahres nach Steuern 130 Mio. Euro verdient, eine deutliche Steigerung gegenüber 89 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Zwar haben Quartalszahlen von Versicherern eine geringere Aussagekraft als die von Industrieunternehmen – dennoch dürfte die Gewinnsteigerung bei der italienischen Mutter Erwartungen an ein starkes Jahresergebnis wecken.

Bislang ging der Versicherer davon aus, dass er 2011 unter dem Strich 400 Mio. Euro verdient. Zwar hatte er das auch 2010 geschafft und einen Gewinn von 402 Mio. erzielt, ein Plus von 60 Mio. Euro. Aber für die Steigerung war im wesentlichen der gewinnbringende Verkauf von Wertpapieren verantwortlich, der 2011 nicht einfach zu wiederholen sein wird.

Generali steigerte im ersten Quartal die Prämieneinnahmen um 6,5 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Daneben war das Kapitalanlageergebnis entscheidend für den höheren Gewinn. Es stieg von 955 Mio. auf 1,04 Mrd. Euro.

Das Wachstum beruhte vor allem auf der Lebensversicherung, die 2,62 Mrd. Euro und damit 8,8 Prozent mehr einnahm – einschließlich der Sparanteile und Beiträge aus Investmentverträgen. Das Einmalgeschäft dominierte den Zuwachs, hier nahm Generali 646 Mio. Euro ein, nach 434 Mio. Euro im Vorjahr. Bei den Policen gegen laufenden Beitrag ging das Volumen zurück. Die Volatilität der Einmalbeiträge mache eine Vorhersage für die Beitragseinnahmen des Gesamtjahres schwierig, so der Vorstand.

Der Krankenversicherer Central zeichnete weniger Neugeschäft, steigerte aber wegen hoher Preisanhebungen die Prämieneinnahmen im Quartal um 5,9 Prozent auf 576 Mio. Euro.

In der Schaden- und Unfallversicherung sieht die Generali “eine gewisse Wende im Preissenkungszyklus”. Die Prämien gingen um 2,6 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro nach oben, die Schaden- und Kostenquote verbesserte sich von 99,4 Prozent auf 95,9 Prozent. Offenbar verkauft gerade die Vertriebsorganisation DVAG mehr Schaden- und Unfallpolicen – eine Reaktion auf schwächelnde Absatzzahlen in ihrem Kerngeschäft, den Lebensversicherungen gegen laufenden Beitrag.