Aderlass bei Pimco gebremst

Die Allianz-Tochter Pimco kann ihren Aderlass zunehmend begrenzen. Im Februar zogen Anleger noch 8,6 Milliarden US-Dollar aus dem Flaggschiff des Fondsanbieters ab, wie aus einer Mitteilung des früher vom Starinvestor Bill Gross geführten Unternehmens vom Dienstag hervorging.

Im Januar hatten Anleger noch für 11,6 Milliarden Dollar Anteile des „Total Return Fund“ zurückgegeben, und im Dezember gar für 19,4 Milliarden Dollar. Die Allianz hatte für Pimco jüngst bereits Licht am Ende Tunnels ausgemacht: „Es gibt weiterhin Abflüsse, aber es gibt auch Zuflüsse von großen Kunden. Das stimmt mich optimistisch“, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann Ende Februar.

Der Fonds war bis Ende September 2014 vom als „Anleihekönig“ bekannten Bill Gross verwaltet worden, der jedoch nach einem internen Richtungsstreit zum Wettbewerber Janus Capital gewechselt war.

Seitdem hatte die Kapitalflucht, die bereits im Mai 2013 eingesetzt hatte, kräftig Fahrt aufgenommen. Von September bis Februar beliefen sich die Mittelabflüsse auf insgesamt 100 Milliarden Dollar. Dementsprechend schmolz das Volumen des Fonds auf inzwischen 124,7 Milliarden Dollar zusammen. In der Spitze hatte der Fonds im April 2013 etwa 293 Milliarden Dollar verwaltet